Informatik und Kram

Da wir lange nicht wußten, wo wir das für die Uni ausgearbeitete Material unterbringen sollten und auch einen schrecklichen Drang hatten der Welt diverse Sachen aufzudrücken...

ein schmuckes Zuhause für Freevo
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Freevo geht ab, das is nix neues für mich. Ich hab ja schon seit bestimmt 3 Jahren einen alten PC am laufen, gerade mit diesem nahezu perfekten Mediacenter. Und dann komm ich doch jetzt wirklich "durch Zufall" an ein kleines Barebone- System. Geil! Lange hats gedauert, aber endlich läuft das Teil und es ist wirklich sehr schön anzusehen.
Ein Job, den der Wind an mich herangetragen hat, bin ich seit letzter Woche im Besitz eines "fanless VIA PLE 133". Ein Barebone mit VIA EDEN 533MHz CPU, 3 x 10/100 LAN- Anschlüssen, 256 MB Ram und einer 1024 MB CF Karte als Festplattenersatz. Und das alles in einem wirklich sehr ansehnlichen Design. Genau so was hab ich mir immer gewünscht, das passt doch super ins Wohnzimmer neben den SAT-Receiver oder den DVD- Spieler.
Hier mal ein Foto von dem Teil von Barebone-online.de:
Ok, stimmt nicht ganz, cat /proc/cpuinfo gibt mir folgendes aus. Scheint, als wär bei mir doch ein anderer Prozessor drin. Naja, aber 1000 Bogomips gehen schon ab :)
vendor_id  : CentaurHauls
cpu family  : 6
model   : 7
model name : VIA Samuel 2
stepping  : 3
cpu MHz  : 532.700
cache size  : 64 KB
fdiv_bug  : no
hlt_bug   : no
f00f_bug  : no
coma_bug  : no
fpu    : yes
fpu_exception: yes
cpuid level  : 1
wp    : yes
flags    : fpu de tsc msr cx8 mtrr pge mmx 3dnow
bogomips  : 1052.67
Aber an den Flags sieht man schon, dass es eben eine komische CPU ist :) Aber dafür muss man erst mal irgendein System drauf kriegen...
Zur Festplatte: Mehr braucht man eh nicht, soll er halt die Daten von einem Server streamen. So kann man sich zum Beispiel auch ein System daheim mit 3-4 von solchen Barebones vorstellen, die alle auf die gleiche Mediendatenbank zugreifen und die dann vielleicht auch von einem zentralen Table- PC oder Ipaq gesteuert werden. Ach, da kann man herrlich abflashen, also find ich.
Und naja, eine CF Karte ist leise, genauso wie das ganze System. Man hört absolut nix, wirklich perfekt.
Nu denn, nur wie kriegt man da jetzt das System seiner Wahl drauf? En CDROM oder nen Diskettenlauf besitzt das Teil ja nicht. Aber ein IDE- Anschluss im Inneren. Aber keinen Stromanschluss, das is doof. Also erst mal versucht, über einen Kartenleser von meinem Laptop aus Arch auf der Karte zu installieren. Nach ein paar versuchen war alles drauf, plus GRUB als Bootloader.
Wie ich das jetzt gemacht hab, interessiert keine Sau, musste nämlich dann feststellen, dass der VIA Prozessor eine Mischung aus 586 und 686er ist und deshalb Arch gar nicht darauf läuft, da Arch auf 686 optimiert ist.
Also kam ich dann doch wieder auf die Idee mit dem CDROM anschließen, aber woher den Saft nehmen? Zum Glück hatt ich gerade noch nen alten Rechner hier stehen, wo das Netzteil jetzt einfach mal herhalten musste. Das Ergebnis sieht dann in etwa so aus:
Zuerst hab ichs mit nem Gentoo probiert, aber nach 4-5h Stunden Installationsmarathon hatt ich dann irgendwann keinen Bock mehr.
Dann entschied ich mich für Debian. Schnell mal die Installationscd für x86 runtergeladen und installiert. Geht alles ganz fix, und dann aber kein Sarge3 installiert, sondern wegen dem Platz nur Sarge2.
Wenn man jetzt nach der Installationshilfe für Debian geht, steht man schnell vor einem Problem. Man muss das Portagepaket installieren, was schnell 600 MB auf die Platte ballert. Nur was macht man, wenn man den Platz nicht hat? Naja nen anderen PC nehmen (Server, Internet, Laptop) und ein NFS Share erstellen. Das dann unter /usr/portage mounten und schon nimmt alles seinen lauf, ohne die CF Karte gleich von Anfang an zuzumüllen.
Danach noch schnell XFREE86 draufgeballert (weiss der Geier, wieso die nicht XORG nehmen) und was halt so anfällt. Da merkt man dann aber schon, dass mit Standard VESA Treiber net wirklich viel aus dem xserver rauszuholen ist. MPLAYER ruckelt wie sau und ich hab schon gedacht, das wird nix mehr. Aber mit dem Tridend Driver gehts dann doch noch, puh, Luft holen. Sound ist schnell installiert, nur noch ALSA installieren. Bei Debian gibts sogar eine Installationshilfe, die durch die Einstellungen führt und dann sogar die Module in die Richtigen Dateien schreibt.
Hier vielleicht noch mal ein lspci (Man beachte die 3 Netzwerkkarten. Das Ding ist eigentlich als Firewall vorgesehen gewesen. Da sind die schon von nutzen :)
Host bridge: VIA Tech, Inc. VT8601 [Apollo ProMedia] (rev 05)
PCI bridge: VIA Tech, Inc. VT8601 [Apollo ProMedia AGP]
ISA bridge: VIA Tech, Inc. VT82C686 [Apollo Super South] (rev 40)
IDE interface: VIA Tech, Inc. VT82C586A/B/VT82C686/A/B/VT823x/A/C PIPC Bus Master IDE (rev 06)
USB Controller: VIA Tech, Inc. VT82xxxxx UHCI USB 1.1 Controller (rev 1a)
USB Controller: VIA Tech, Inc. VT82xxxxx UHCI USB 1.1 Controller (rev 1a)
Bridge: VIA Tech, Inc. VT82C686 [Apollo Super ACPI] (rev 40)
Multimedia audio controller: VIA Technologies, Inc. VT82C686 AC97 Audio Controller (rev 50)
Ethernet controller: Realtek Semiconductor Co., Ltd. RTL-8139/8139C/8139C+ (rev 10)
Ethernet controller: Realtek Semiconductor Co., Ltd. RTL-8139/8139C/8139C+ (rev 10)
Ethernet controller: Realtek Semiconductor Co., Ltd. RTL-8139/8139C/8139C+ (rev 10)
VGA compatible controller: Trident Microsystems CyberBlade/i1 (rev 6a) 	 
Aber was macht Freevo? Ich kenn mich mit Debian doch gar nicht aus und ich hatte echt schon Angst, dass das nix wird. Aber google hilft und man findet schnell einen Eintrag für die Sources.list, mit der man Freevo und alle Abhängigkeiten smooth installieren kann.
deb http://freevo.sourceforge.net/debian unstable main
deb http://debian-multimedia.org sarge main
in die /etc/apt/sources.list schreiben und ein apt-get update mit anschließendem apt-get install freevo und schwupps hat man Freevo schon drauf.
Jetzt muss man seltsamerweise noch ein apt-get install xbase-clients machen, damit freevo -fs den xserver startet und sich als WM drüberlegt. So spart man sich die MB für XFCE4 oder was weiss ich. Aber alles funzt und das Ding rockt ohne Ende. Entweder man bindet Filme und Musik mit Samba (vorher natürlich mit apt-get installieren) oder NFS ein und kann dann alles in der ~/.freevo/local_conf.py eintragen. Wauuuuu!
Und was steht jetzt noch alles an? Ich möchte das Teil gerne nur mit 4-5 Knöpfen bedienen, also weder mit Fernbedienung (mit Lirc) oder sogar Tastatur. Dafür werd ich mich wohl mit C beschäftigen und was für den Parallelport basteln müssen. Jau.
Und für die Arbeit muss ich wohl auch noch im Python Code rumwühlen, damit ich ausschließlich einen Ordner mit Filmen drin angezeigt bekomme, die man dann abspielen kann.

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