Informatik und Kram

Da wir lange nicht wußten, wo wir das für die Uni ausgearbeitete Material unterbringen sollten und auch einen schrecklichen Drang hatten der Welt diverse Sachen aufzudrücken...

Touchpad, Sondertasten und Cardreader beim Q35
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Heute mal auf Tuxmobil.org rumgeschaut und festgestellt: Wir sind da ja verlinkt! Und zwar mit dem Artikel über den Cardreader im Samsung Q35. Find ich eigentlich ganz cool, vor allem, weil es der einzige Artikel ist, in dem nicht steht: "Geht alles von Anfang an out of the box".
Deshalb der Vollständigkeit halber mal etwas, was dort nicht steht. Nämlich das Touchpad, die Sondertasten und eben der Cardreader.

Der Cardreader

Den Cardreader hatte ich schon mal in einem ältern Artikel vorgestellt. Hier noch mal eine kurze Zusammenfassung:
Zuerst die Module sdhci und mmc-block mit modprobe laden. Soll das bei jedem Starten passieren, fügt man die Module sdhci und mmc-block in die /etc/rc.conf ein. Bei Archlinux, ist klar.
Danach hat man dann ein neues Device in /dev/, muss aber nicht immer das selbe sein. udevmonitor zeigts einem genau, bei mir war es /dev/mmcblk0p1. Ich habe es mit SD- Karten probiert, das klappt super. Wie das mit Sonys Memorystick aussieht, kann ich erst in ein paar Tagen berichten, wenn ich die neue Speicherkarte für mein Handy habe.

Das Touchpad

Für Linux gibts da die eierlegende Wollmilchsau: Den Synaptics- Treiber. Der funktioniert bei vielen Laptops, also gleich mal ausprobiert. pacman -S gsynoptics insalliert den Treiber plus eine Klicki-bunti GUI, die aber durchaus praktisch ist. Damit die aber funktioniert, muss man beim CorePointer in der xorg.conf folgendes hinzufügen:
Section "InputDevice"
  Identifier "Mouse1"
  Driver  "synaptics"
  Option  "Protocol" "auto-dev"
  Option  "SHMConfig" "on"
  Option  "Device" "/dev/input/mice"
  Option  "ZAxisMapping" "4 5"
EndSection
Gerade SHMConfig ist besonders wichtig, damit gsynaptics funktioniert.
Jetzt muss man in die ~/.xinitrc noch ein gsynoptics-init eintragen, damit die Einstellungen bei jedem Start von X geladen werden. Einmal kurz X neustarten und schon kann man mit gsynoptics die Mouseempfindlichkeit einstellen, was auf jeden Fall mal nötig war, da außer mir eigentlich keiner mit dem Touchpad zurechtgekommen ist :)

Die Sondertasten

lineakd ist hier das Zauberwort. Läuft bei mir ohnehin schon für die Microsoft (kotz ätz würg) Tastatur, wieso nicht auch für die Sondertasten am Laptop? Sind ja eigentlich nur 3, nämlich "Ton aus", "lauter" und "leiser". Der Rest funktioniert hardwaremäßig (Wlan an/aus, Standby, Backlit, usw.).
pacman -S lineakd lineak_defaultplugin installiert das Programm (wers braucht, muss auch noch das XOSD plugin installieren, dann kriegt man auch noch visuelle Rückmeldung).
Die Konfiguration ist auch sehr einfach, /etc/lineakkb.def speichert Informationen zum Keyboard. Man erstellt ein neues Device und xev gibt uns die nötigen Keycodes aus. Hier mal der Eintrag aus meiner Config:
[SSQ35]
brandname = "Samsung"
modelname = "Samsung Q35"
[KEYS]
 VolumeDown = 174
 VolumeUp = 176
 Mute  = 160
[END KEYS]
[END SSQ35]
Bla bla, noch die ~/.lineak/lineakd.conf angepasst und schon funktioniert das. Achso, muss natürlich auch wieder in die .xinitrc. Aber das sollte ja mitlerweile klar sein. Hier noch schnell die Konfigurationsdatei:
CdromDevice = /dev/cdrom
Display_align = center
Display_color = 0aff00
Display_font = -adobe-helvetica-bold-r-normal-*-*-240-*-*-p-*-*-*
Display_hoffset = 0
Display_plugin = internal
Display_pos = bottom
Display_soffset = 1
Display_timeout = 3
Display_voffset = 50
KeyboardType = SSQ35
MixerDevice = /dev/mixer
RAWCommands =
Screensaver =
conffilename = /home/andieh/.lineak/lineakd.conf
keystate_capslock =
keystate_numlock =
keystate_scrolllock =

VolumeDown = EAK_VOLDOWN
Mute = EAK_MUTE
VolumeUp = EAK_VOLUP

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