Das Infolexikon
...und Blog über die Uni FrankfurtInformatik und Kram
Da wir lange nicht wußten, wo wir das für die Uni ausgearbeitete Material unterbringen sollten und auch einen schrecklichen Drang hatten der Welt diverse Sachen aufzudrücken...
| Welches CMS? |
So viele verschiedene Anforderungen, so viele verschiedene content management systeme. In diesem Artikel will ich mal Typo3, Redaxo 4 und Wordpress vergleichen. Obwohl man diese Äpfel und Birnen nur schwer vergleichen kann, will ich trotzdem versuchen, Vor- und Nachteile aller herauszuarbeiten und anschliessend die Szenarien vorzustellen, in denen man sich für je eines davon entscheidet..
Typo3
Gibts hier: http://typo3.org/, eingesetzt hier: http://www.vsi.cs.uni-frankfurt.deOverview
Mhm, Typo3. Schwieriger Fall. Zum einen ein wirklich umfangreiches CMS, das kaum Wünsche offen lässt. Leider wirkt es durch die wirklich umfangreiche Funktionalität ziemlich aufgeblasen und man weiß kaum, wo man klicken soll. Trotz einiger Erfahrung mit CMS'en fiel mir die Einarbeitung doch relativ schwer und hat vergleichsweise lang gedauert.Grösstes Manko war für mich TypoScript, eine Scriptsprache, mithilfe derer man erstmal seinen content mit einer index-datei und seinem css "verheiraten" muss. Nach längerer Einarbeitung und mithilfe der Doku kriegt man dann relativ gut kleine Spielereien hin (if-abfragen, bestimmte Inhalte auf allen Seiten anzeigen, bestimmte Spalten an bestimmten Orten, etc.). Der einzige Vorteil hierbei ist, wenn mehrere Redakteure an einer Seite arbeiten, und man nicht möchte, dass diese in der Lage sind, eigenen php-code auszuführen.
Zudem ( auch dem mutli-redakteur-betrieb geschuldet ) kopiert typo3 standard-mässig alle hochgeladenen/eingebundenen Medien-Dateien in einem gesonderten Verzeichnis, um Redakteure davon abzuhalten, versehentlich Dateien zu löschen.
Erweiterbarkeit
Es gibt zahlreiche Plugins in einem zentralen Verzeichnis, die auch fast immer komplett mit Doku sowie Entwicklungsstatus kommen. Diese sind leider auch meistens etwas umständlich.Um eigene extensions zu entwickeln gibt es das nette Plugin/Extension "kickstarter", die ich nur empfehlen kann. Schöne URLs kriegt man schnell mit "cooluri", einer weiteren extension. Als beste mir bekannte extension für Bildergallerien kann ich guten Gewissens "goof_fotoboek" empfehlen.
Vor- und Nachteile
Redaxo 4
Gibts hier: http://www.redaxo.de, eingesetzt hier: http://www.gerhard-rausch.deOverview
Ich lernte Redaxo in der 3. Version kennen, und habe es jüngst wieder für diverse Projekte, allerdings in der 4. Version verwendet. An diesem CMS gefällt mir vor allem, dass es super-schlank ist und schnell ist. Man findet im Archiv viele plugins, und sollte man mal etwas nicht finden, kann man sich sehr schnell eigene plugins/funktionen schreiben. Im Gegensatz zu Typo3 wirkt das Backend von redaxo zudem moderner und nutzerfreundlicher, auch der Medienpool gefällt mir hier einfach besser. Neu in der Version ist das mitgelieferte mod_rewrite-modul (schöne urls), für das man bei allen anderen extra plugins installieren muss. Zum Glück benötigt man hier kein TypoScript, man legt einfach ein template im backend an und weist es einem Artikel zu. In diesem template bestimmt man mithilfe einfacher php-funktionen, wo welcher content ausgegeben werden soll.Erweiterbarkeit
Auch hier findet sich direkt auf der redaxo-seite ein Addon- und Modul-Repository mit vielen nützlichen Gadgets und Helfern. Wie schon oben erwähnt ist aber auch das Erstellen eigener Module ein Klacks, geht super schnell!Vor- und Nachteile
Wordpress
Gibts hier: http://wordpress-deutschland.org, eingesetzt hier: http://www.jrl.cs.uni-frankfurt.de/Overview
Wordpress ist eigentlich eher blog-orientiert, es lassen sich aber auch "normale" pages anlegen. Das backend ist schnell und basiert auf ajax-technologie, was einem die nervigen reloads erspart. Die template-Erstellung ist hier etwas frickelig, wer aber auf einem der im web erhältlichen templates aufbaut/abkuckt, der findet schnell die nötigen Funktionen und Dateien. Auch hier kommt wieder php zum Einsatz, was ich als angenehm empfinde. Zum Nutzermanagement kommen nützliche eingebaute tools, die einem z.B. erlauben, direkt per eMail in das Blog-System zu posten.Erweiterbarkeit
Auch hier gibt es viele frei erhältliche Plugins, die in der Regel auch funktionieren. Wenn der webserver nicht komplett nach aussen abgeschottet ist (gelle, holger!), kann man sogar relativ angenehm die plugins direkt aus dem backend (per ftp) ziehen und installieren.Vor- und Nachteile
Szenarien
Im Unternehmens- bzw. Redaktionellen Umfeld mit mehreren Usern die Content bearbeiten sollen bleibt eigentlich nur die Wahl zwischen Typo3 und Redaxo. Obwohl viele hier zu Typo3 tendieren würden (komplex, hat alles), würde ich trotzdem Redaxo bevorzugen. Zum Einen ist Typo3 auch aus der user-sicht ohne eingehende Schulung kaum zu benutzen, zum Anderen die oben erwähnte Plugin-Entwicklung, das geht bei Redaxo einfach schneller und einfacher. Redaxo bietet, genau wie Typo3, User-Management, so dass man bestimmte user davon ausschliessen kann, code durch eigene module einzuschleusen oder Medien aus gesperrten Kategorien zu löschen, ohne gleich _alle_ davon abzuhalten.Im Blog-Bereich nun die Entscheidung zwischen Wordpress und Redaxo. Ausser dem Szenario sollte man hier vllt noch die User-Gruppe aufteilen. Dem Blogger ohne tiefergehende Kenntnisse kann ich guten Gewissens wordpress empfehlen, da es alles mitbringt, was sich der durchschnittliche Blogger so wünscht. Für den etwas erfahreneren Blogger mit Sonderwünschen würde ich jedoch schon wieder zu redaxo greifen. Eigene Funktionen/Module können schnell erstellt und eingebunden werden und Redaxo bleibt selbst bei anspruchsvollen und komplexen Seiten im backend noch sehr übersichtlich.
Gewinner?
Redaxo ftw!
| Erstellt | 9. November 2009 23:04:41 | Geändert | 10. November 2009 00:53:37 |
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| Von | Tobias Weis | Kategorien | Sonstiges |
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